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Einen nahezu historischen Sieg haben die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Sonntagabend im Derby bei der MSG HF Illtal erreicht. Nicht nur, dass sie endlich einmal in Eppelborn ihr wahres Leistungsvermögen zeigten, zum ersten Mal überhaupt in der Hellberghalle gewannen, sie schafften es am Sonntag sogar, die Heimmannschaft richtiggehend zu deklassieren. Am Ende stand nämlich ein 38:24 (18:15)-Auswärtssieg, ein Ergebnis also, mit dem selbst die kühnsten Optimisten im SV-Lager nicht gerechnet hatten. 
Der überaus zufriedene SV-Trainer Stefan Bullacher kommentierte die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spielende dann auch wie folgt: „Endlich haben wir einmal nicht die Hosen voll gehabt, haben das Spiel aus einer starken Abwehr heraus bestimmt und gewonnen“. Nach einer kurzweiligen Anfangsphase, in der beide Teams ein enorm hohes Tempo gingen und die Tore quasi im Minutentakt fielen, lagen die Gastgeber beim 10:9-Zwischenstand in der 18. Spielminute letztmalig in Front. Die am Sonntag mit einer 3:2:1-Abwehrformation agierenden 64er erarbeiteten sich fortan nämlich erkennbare Vorteile, glichen zunächst aus und vermochten sich danach sogar auf 10:14 abzusetzen. „Ich habe in Illtal noch nie verloren“, hatte der neue SV-Keeper Philipp Bartel noch vor dem Spiel gesagt, um dann nach einer überragenden Leistung in diesem Lokalderby zweier Vereine aus dem Verbandsgebiet des saarländischen Handball-Verbandes anzufügen, dass er dort allerdings auch noch nie so hoch gewonnen hatte. Den direkten Vergleich mit seinem früheren Mannschaftskameraden zu Zweitligazeiten beim TV Altenkessel entschied er jedenfalls deutlich für sich, denn Thorsten Schramm, Illtals Stammkeeper, verließ bereits nach etwa 15 Spielminuten die Spielfläche. „Ganz wichtig waren aber insbesondere in der Anfangsphase auch die Tore aus dem Rückraum“, lobte Bullacher seine Rückraumakteure Marian Müller und Jan Braunhardt. Letzterem verordnete Illtals Trainer Peter Monz erneut eine kurze Manndeckung, ohne damit den Zweibrücker Angriffswirbel allerdings auch nur annähernd einzudämmen. Vielmehr behaupteten die 64er ihren Vorsprung bis zum 15:18-Halbzeitstand, um dann im zweiten Durchgang „noch eine Schippe drauf zu legen“ und die Führung konsequent auszubauen. Die Zweibrücker agierten weiterhin souverän, waren den Gastgebern sowohl im Angriffs- wie auch im Abwehrverhalten überlegen und lagen zwischenzeitlich mit 15 Tore Unterschied in Front. Am Ende stand ein 24:38-Auswärtssieg in einer Halle, die lange Zeit den Ruf als „uneinnehmbare Festung“ in der RPS-Oberliga inne hatte und wo die 64er vor Jahresfrist beim 36:21 noch die höchste Niederlage in sechs Jahren RPS-Oberliga kassiert hatten. Die Trommeln des Illtaler Fanblocks waren jedenfalls in der Schlussphase verstummt, als sich abzeichnete, dass die Illtaler am Sonntag die höchste Heimniederlage in ihren bisherigen sechs Oberligajahren kassieren würden. „Ihr habt heute auch wirklich gut gespielt“, gab es0 dann nach Spielende noch ein großes Lob vom Illtaler Handball-Chef Erich Hinsberger. Bereits zum dritten Mal in bislang vier Spielen dieser Saison 38 Tore bedeuten, dass sich die 64er nicht nur über einen ausgesprochen starken Saisonstart freuen können, sondern dass sie mit einem Torverhältnis von 139:109 derzeit wieder die erfolgreichste Angriffsreihe der Oberliga stellen. Genau so, wie bereits in den beiden vergangenen beiden Spielzeiten auch. Mit ihren 6:2 Punkten belegen die SVler derzeit den vierten Tabellenplatz und müssen am nächsten Sonntag um 17 Uhr beim Aufsteiger Saarburg antreten. Auf einen Blick: SV 64: Philipp Bartel und Nils Kawolus (ab der 50.) im Tor – Jan Braunhardt 8, Thorsten Bas 8, Marian Müller 7, Florian Noll 6, Thommy Sauer 4/3, Jonas Denk 2, Andy Nonnweiler 2, Dominik Schweizer 1, Klaus-Peter Weinert und Lukas Baumgart. Zeitstrafen: 12:8 min., Siebenmeter: 7/5 – 3/3, Zuschauer: 350, Schiedsrichter: Müller / Haas (Osthofen / Mainz).
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