| Frusterlebnis für SV-Handballer! |
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Sonntag, den 04. Oktober 2009 um 20:56 Uhr
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Geschrieben von: Christian Gauf
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„Jetzt haben sich die beiden Punkte nach unserem schönen Auswärtssieg bei HF Illtall leider wieder in Luft aufgelöst“, haderte Trainer Stefan Bullacher vom SV 64 Zweibrücken am Sonntagabend nach der sicher vermeidbaren 37:33 (16:18)-Auswärtsniederlage beim Aufsteiger TuS Fortuna Saarburg.
Daran, dass die 64er am Ende ohne Punkte da stehen sollten, dachte nach zehn Minuten sicher kaum einer der etwa 300 Zuschauer in der Sporthalle Saarburg-Beurig. Die 64er begannen top motiviert, erspielten sich bis zur elften Minute klare Vorteile und lagen mit 3:8 in Front. Saarburgs Trainer Tomasz Marszalek nahm deshalb schon sehr früh sein Team-Time-out und erreichte dadurch, dass seine Mannschaft nun ihre Stärken bewusster einbrachte, nämlich eine aggressive Abwehr und daraus resultierend einfache Gegenstoßtore. So verkürzten die Gastgeber in der 17. Minute zum 9:10, ehe die 64er wieder erkennbar Oberwasser bekamen und erneut auf fünf Tore wegzogen. In der 26. Minute traf Jan Braunhardt zum 12:17-Zwischenstand. Dass die 64er danach nur mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit gingen, schien die Gastgeber schon vor der Pause ein wenig aufgebaut zu haben. Kurz nach der Pause waren sie den 64ern dann erneut klar überlegen, machten sich auch ihre Fans lautstark bemerkbar, was zur Folge hatte, dass Saarburg innerhalb von drei Minuten eine 19:21-Führung erspielte. „Für mich waren heute zwei Gründe entscheidend“, stellte SV-Trainer Stefan Bullacher nach dem Spiel in seiner Analyse fest. „zum einen konnten wir über die gesamte Spieldauer gesehen unsere Ausfälle nicht kompensieren, zum anderen haben wir uns in der ersten Hälfte zweimal die 5-Tore-Führung wieder nehmen lassen. Leider haben sich dann in der zweiten Hälfte alle unsere Spieler, aber auch die beiden Schiedsrichter, von der Hektik in der Halle anstecken lassen“, ärgerte sich Bullacher. Die angesprochenen Ausfälle waren Abwehrchef Marian Müller und Klaus-Peter Weinert. Dass alle SV-Spieler am Sonntagabend unter ihren Möglichkeiten blieben, stellte Bullacher ebenfalls heraus. Die SVler begannen dabei nicht unmotiviert, ließen allerdings gerade im Rückzugsverhalten die am vorangegangenen Wochenende noch gezeigten Qualitäten vermissen. Und sie offenbarten ein echtes Angriffsproblem, kamen mit dem von Saarburg im zweiten Durchgang gewählten taktischen Mittel, einer Manndeckung gegen Spielmacher Jan Braunhardt, nicht zu recht. Dennoch hielten die 64er das Spiel offen, führten in der 46. Minute noch mit 27:29. Sicher spielentscheidend waren dann die zwölf folgenden Spielminuten, als die SVler selbst nur noch einen Treffer erzielten, während die Saarburger, nun angepeitscht vom frenetischen Publikum und angeführt vom überragend aufspielenden Andreas Miroschnitschenko - im gleichen Zeitraum achtmal trafen. Damit war das Spiel entschieden, waren die Gastgeber durch und die Gäste frustriert. Die SVler waren zwar durchaus auf die Situation vorbereitet, wussten, dass sie auf einen um jeden Zentimeter kämpfenden, heimstarken Aufsteiger treffen würden. Dass sie allerdings in der Schlussphase dann dermaßen kopflos agieren würden, war nicht unbedingt zu erwarten. Im Endeffekt waren es viele kleinere Faktoren, die sich zu Ungunsten der 64er auswirkten, unter anderem auch die Tatsache, dass neben den fehlenden Alternativen auch die in den letzten Wochen regelmäßig starken Torwartleistungen fehlten. Aus diesem Grund war der letztlich klare Heimsieg der Saarburger nicht unverdient. Die 64er verspielten mit dieser unnötigen Auswärtsniederlage jedenfalls die Chance, auf den dritten Tabellenplatz vorzurücken und damit die nächsten Wochen relativ gelassen angehen zu können. Denn am Wochenende gab es durchaus überraschende Ergebnisse, wie zum Beispiel die erste Niederlage des Meisterschaftsfavoriten Saulheim. Auf einen Blick: SV 64: Philipp Bartel und Nils Kawolus (zwischen der 35. und 55. Minute) – Jonas Denk 7, Thommy Sauer 6/4, Thorsten Bas 6, Florian Noll 5, Jan Braunhardt 4, Dominik Schweizer 3, Andreas Nonnweiler 2, Lukas Baumgart, Björn Stoll und Jan Schmidt. Zeitstrafen: 14:14 min., rote Karte: Stoll (59.), Zuschauer: 300, Schiedsrichter: Schöneck / Schornstheimer (Bodenheim).
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