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SV-Männer bleiben zu Hause eine Macht! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 07. Februar 2010 um 12:20
Geschrieben von: Christian Gauf

Mit einer überragenden Angriffsleistung erspielten sich die Handball-Männer des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend einen hohen 41:31 (21:20)-Heimsieg gegen die MSG HF Illtal. Für Derbystimmung sorgten dabei wieder etwa 300 Zuschauer in der gut gefüllten Ignaz-Roth-Halle, die den neunten Sieg im neunten Heimspiel der SVler sahen.


Spielentscheidend war dabei die Leistungssteigerung der 64er im Abwehrverhalten in der zweiten Hälfte, mit einem starken Nils Kawolus zwischen den Pfosten. Denn nach der ersten Hälfte stand es „nur“ 21:20 für die SVler, waren beide Teams absolut gleichwertig und lagen die Illtaler nach ihrem durchwachsenem Start und 8:4-Rückstand später immer wieder einmal auch knapp vorne.
„Wir wussten, dass wir gegen die Zweibrücker sehr diszipliniert spielen müssen“, bemerkte nach dem Spiel der Illtaler Marko Heidemann. „Das ist uns nach dem Seitenwechsel leider nicht mehr gelungen“.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich das von SV-Trainer Stefan Bullacher erwartete spannende und enge Spiel, weil die 64er im Angriff zwar durchaus „am oberen Limit spielten“, wie der Zweibrücker Coach dies bezeichnete, in der Abwehr allerdings zu viele einfache Fehler machten. „Ärgerlich war einfach, dass viele Tore genau so gefallen waren, wie wir es erwartet hatten, über schnelle Mitte und Pässe von halb auf halb“.
Nach einem sehr effizienten Beginn, mit neun SV-Toren in den ersten neun Minuten und daraus resultierend einer schnellen 9:5-Führung, kämpften sich die Gäste ins Spiel zurück, kamen in der 17. Minute beim 11:11 erstmals wieder zum Ausgleich und gingen zwei Minuten später sogar mit 12:13 in Führung. In der nun folgenden Phase überzeugte dann Dominik Schweizer im SV-Trikot, der zuletzt zweimal wegen eines Bänderrisses pausieren musste. Der Allrounder erzielte drei der nächsten fünf SV-Tore und schon waren die SVler wieder im Vorteil.
Dennoch blieb es bis zur Halbzeitpause das erwartete Kampfspiel, im Endeffekt mit einer knappen SV-Führung.
In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit zogen die 64er dann weg, bauten ihre knappe Führung bis zur 40. Minute auf beruhigende 29:22 aus. Jan Braunhardt und Marian Müller waren hier die spielbestimmenden Persönlichkeiten auf dem Parkett, die nun die Abwehr zusammenhielten und vorne auch immer wieder selbst sehr erfolgreich den Abschluss suchten. Dabei präsentierten sich die 64er, bei denen der etatmäßige Kreisläufer Jonas Denk wegen seiner Fußverletzung erneut pausieren musste, als ausgeglichen besetzte Einheit, die mit Spielwitz und großem Siegeswille die Punkte 24 und 25 dieser Saison einfuhren und sich in der Spitzengruppe der Oberliga erst einmal festgesetzt haben.
Um ihre augenblickliche Situation nicht zu beneiden sind die Illtaler, die mit momentan 13:25 Punkten als Tabellenelfter zwar das Feld der abstiegsgefährdeten Teams anführen, jedoch mitten im Abstiegskampf sind. In einer ähnlichen Situation waren die 64er im letzten Jahr, als sie anfangs der Saison zwei Heimspiele verloren, dann wichtige Leistungsträger über Monate ersetzen und schließlich bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen mussten.
Dafür läuft es für die SVler in dieser Saison ausgezeichnet, sie blieben im neunten Heimspiel ohne Punktverlust, belegen inzwischen einen beeindruckenden vierten Tabellenplatz in der RPS-Oberliga, und haben inzwischen auch ein hervorragendes Torverhältnis von 655:565 erspielt.

Auf einen Blick:
Philipp Bartel und Nils Kawolus (2. Hz.) im Tor – Thommy Sauer 9/6, Marian Müller 9, Jan Braunhardt 7, Thorsten Bas 5, Dominik Schweizer 4, Daniel Sorg 2, Klaus-Peter Weinert 2, Andy Nonnweiler 2, Lukas Baumgart 1 und Florian Noll.
Zeitstrafen: 16:20 min., rote Karten: Andy Nonnweiler (43.), Hendrik Schäfer 60., Zuschauer: 300, Schiedsrichter: Rempel/Pfister (Annweiler/Wörth).

Leider musste das Heimspiel der zweiten Mannschaft gegen den TV Merchweiler ausfallen, weil der HVS keine Schiedsrichter abzustellen vermochte. Angesichts der Tatsache, dass am Samstagabend "nur" vier Spiele in der höchsten saarländischen Männerspielklasse angesetzt waren,  war dies schon etwas enttäuschend. "Wir hätten das Spiel gerne gepfiffen, wenn wir angerufen worden wären", sagte Volker Pfister vom Schiedsrichtergespann, das beim Erstmannschaftsspiel eingesetzt war.