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Als das zehnte Heimspiel der 64er in der laufenden Saison am Samstagabend vom rheinhessischen Schiedsrichtergespann Krispenz/Köppl beim Stand von 39:28 für die 64er abgepfiffen wurde, konnte Hallensprecher Thomas Wolf den etwa 220 Zuschauern die frohe Nachricht überbringen, dass die Zweibrücker Löwen seit nunmehr einem Jahr in der heimischen Ignaz-Roth-Halle ungeschlagen sind. Die letzte Heimniederlage datiert vom Februar des letzten Jahres und war ein 31:38 gegen den späteren Meister VTV Mundenheim.
Es dauerte am Samstagabend allerdings fast 20 Minuten, bis sich die 64er auf die Spielweise der motivierten und zunächst absolut gleichwertigen Saarburger Mannschaft einzustellen vermochten. Nach zehn Minuten lagen die 64er sogar mit 3:7 im Hintertreffen, vermittelten dabei durchaus den Eindruck, den Drittletzten möglicherweise etwas unterschätzt zu haben. Durch einen kurzen aber sehr energischen Zwischenspurt kamen die Zweibrücker innerhalb von drei Minuten zur 8:7-Führung, ohne danach allerdings die erwartete Sicherheit im Abwehrverhalten zu finden. Denn wieder gingen die Gäste in Führung, bei denen in dieser Phase insbesondere der Torjäger Andreas Miroschnitschenko überzeugte, der die Zweibrücker Abwehr mehrfach düpierte. Dass die Angriffsleistung der 64er in dieser Saison aber eine absolut „kalkulierbare Größe“ darstellt, darauf können sich SV-Coach Stefan Bullacher ebenso wie die SV-Fans inzwischen hundertprozentig verlassen. Deshalb schafften es die 64er auch, noch in der ersten Hälfte mit 19:17 in Führung zugehen. Dass Bullacher allerdings bei seiner Kabinenansprache ausschließlich auf die Abwehrleistung seiner Mannschaft abstellte, überraschte nicht. „Wir müssen schneller in die Abwehr zurück, wir sind zu passiv gegen Saarburgs Rückraumspieler und wir verlieren zu viele 1:1-Situationen“, bemängelte der Zweibrücker Trainer. Dass seine Mannschaft besser verteidigen kann, zeigte sie dann nach dem Seitenwechsel, als sie wesentlich konzentrierter zu Werke ging und vorwiegend durch Gegenstoßtore und durch Thommy Sauers Siebenmeterserie zur relativ klaren Führung gelangte. Beim 30:23-Zwischenstand in der 45. Minute war die Vorentscheidung gefallen. „Ich denke, das war heute ein wichtiger Arbeitssieg. In der ersten Hälfte haben wir zu pomadig verteidigt, uns dann aber auch deutlich gesteigert“, analysierte der Zweibrücker Coach. Ein Extralob bekam sein Torwart Philipp Bartel, der in der zweiten Hälfte der SV-Hintermannschaft Sicherheit gab. „Außerdem war Dominik Schweizer ein belebendes Element, hat Daniel Sorg eiskalt abgeschlossen“, freute sich Bullacher. Begünstigt wurde die Zweibrücker Torejagd in der zweiten Halbzeit allerdings auch von einigen wirklich dummen Fouls der Gäste, deren anfänglich gute Moral sich nach dem Seitenwechsel in eine gewisse Übermotivation wandelte, was zu einigen Strafzeiten und Disqualifikationen führte. In der 47. Spielminute kam es so zu der kuriosen Situation, dass sich Marc Dupré, einer der drei Saarburger Torleute, das Trikot mit der Nr. 19 schnappte, um als sechster Feldspieler seine Mannschaft wieder ergänzen zu können. Denn nach Sebastian Eisele (3 x 2 min.) und Max Meyer, der in der 45. Minute disqualifiziert wurde, als er Thommy Sauer in den Wurfarm griff, wurde in der 46. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe auch noch Andreas Miroschnitschenko mit der roten Karte auf die Tribüne geschickt. Diese Überzahlsituationen nutzten die SVler, um in der Schlussphase noch deutlich wegzuziehen. Dass sie zwischen der 51. und 56. Minute eine Torflaute hatten und fünf Minuten lang nicht trafen, machte sich am Ende nur unwesentlich bemerkbar. Als das zehnte Heimspiel dieser Runde nämlich abgepfiffen wurde, war auch der zehnte Heimsieg im „Löwenkäfig“ eingefahren, waren durch den 39:28-Heimsieg die Punkte 26 und 27 verbucht und der tolle dritte Tabellenplatz der RPS-Oberliga bestätigt. Auf einen Blick: SV 64: Nils Kawolus und Philipp Bartel (ab der 30.) im Tor – Thommy Sauer 9/5, Marian Müller 6, Daniel Sorg 6, Klaus-Peter Weinert 4, Jan Braunhardt 3, Thorsten Bas 3, Dominik Schweizer 3, Andy Nonnweiler 2, Florian Noll 2 und Lukas Baumgart 1. Fortuna Saarburg: Reifenberg, Düpré und Dammann im Tor – Friesen 8, Miroschnitschenko 6, Kreibig 4, Schmidt 3/2, Lauer 3/1, Eisele 2, Kuck 2, Meyer. Zeitstrafen: 8:20 min. rote Karten: Eisele (39.), Meyer (45.), Miroschnitschenko (46.), Schiedsrichter: Krispenz/Köppl (Büdesheim), Zuschauer: 220. Einen besonderen Anblick bekamen die SV-Fans in Form der beiden neu verpflichteten Wischerinnen namens J. Magarita und T. Sangria geboten. Die beiden aufgetakelten jungen Damen waren am vergangenen Samstag im „Aufräumkommando“ nach der VTZ-Herzogsnarrenfastnacht in der Festhalle im Einsatz und wurden zu später Stunde von SV-Vorstandsmitglied Thomas Eckerlein und dessen Kumpel Jim Gräbel für dieses Heimspiel der 64er verpflichtet.

Jim, Eckes, Stoff, Hans und Hansi hatten außerdem nach dem zehnten Heimspiel der 64er zu einer kurzfristig anberaumten SV-Party ins Calli‘s geladen. Anlass waren die Vertragsverlängerungen des größten Teils der Spieler der aktuellen SV-Truppe auch für die kommende Saison. Mit Ausnahme von Thorsten Bas, der zu der VTZ wechseln wird, haben alle Spieler des derzeitigen SV-Aufgebotes für die kommende Runde zugesagt. Zuletzt am Freitag auch noch Florian Noll, der sein Praktikum in Köln beendet hat und nun wieder regelmäßig trainieren kann. Dominic Mader, der nach der Saison von der SGH St. Ingbert zu den 64ern zurück wechseln wird, war bei dieser Feier ebenso dabei, wie der derzeit verletzte Jonas Denk, dessen 21. Geburtstag die 64er ab 00.00 Uhr feierten. Und zum Abschluss der Feier kam auch noch Maurice Kaufeld ins Callis, der von der A-Jugend der VTZ kommend in der nächsten Saison ebenfalls das Trikot der 64er in der RPS-Oberliga tragen wird.
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