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Auch vierfach Ersatz geschwächt setzten die Handballer des SV 64 Zeibrücken am Samstagabend in der RPS-Oberliga ihre Erfolgsserie fort. Sie gewannen gegen den SGH St. Ingbert mit 34:23 (19:11), blieben damit im zwölften Heimspiel dieser Saison ohne Verlustpunkt und bauten auch ihre Rückrundenserie auf nunmehr 16:2 Punkte aus. Dass die 64er das Lokalderby gegen die Hasseler allerdings so deutlich dominieren würden, damit hatten sie selbst nicht gerechnet.
Die Grundlage zum erneut klaren Heimsieg legten sie einmal mehr mit ihrer aggressiven 5:1-Abwehr, in der Andy Nonnweiler die wichtigste Abwehrposition hinten Mitte hervorragend spielte und damit den verletzungsbedingten Ausfall Marian Müllers absolut kompensierte. Darüber hinaus hatten die 64er in Keeper Philipp Bartel einen ganz starken Rückhalt, der mit seinen Paraden den Gästespielern ein ums andere Mal den Nerv raubte. „Philipp und Andy haben uns heute das Spiel gewonnen“, stellte dazu auch der zufriedene SV-Kapitän Jan Braunhardt fest. Ansonsten waren es in diesem Spiel auf Zweibrücker Seite Daniel Sorg und Dominik Schweizer, deren Leistung deutlich über Durchschnitt lag und die in Vertretung der Verletzten Marian Müller, Jonas Denk und Lukas Baumgart in diesem Spiel Verantwortung übernahmen. Nach tollem Start erzielte Daniel Sorg per Tempogegenstoß die 7:3-Führung der 64er, ehe die Gäste durch eine Dreierserie, darunter zwei Tore des zukünftigen SV-Spielers Dominic Mader, in der 11. Minute nochmals bis auf ein Tor heran kamen. Danach übernahmen die SVler endgültig das Kommando und bauten ihre Führung bis zur Halbzeitpause bereits auf 19:11 aus. Auffallend war dabei, dass sie insbesondere auch in eigener Unterzahl sehr erfolgreich waren. Mit zunehmender Spieldauer profitierten die SVler aber auch immer mehr von nachlassender Passqualität der Hasseler Rückraumspieler, die ihre Außen jetzt immer weniger gut in Szene zu setzen vermochten. Gerade in den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gingen die 64er aber auch recht fahrlässig mit ihren Chancen um, ließen hier fünf klare Möglichkeiten aus. Als SV-Kapitän Jan Braunhardt in der 46. Minute zum 27:15 traf, war dann aber mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Die 64er verkrafteten sogar die Disqualifikation Andy Nonnweilers, der in der 47. Spielminute nach der dritten Zeitstrafe raus musste. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Ignaz-Roth-Halle hatten die 64er in den letzten Minuten dann aber auch nur noch einen Auswechselspieler auf der Bank, nachdem die zweite Mannschaft ja gleichzeitig in Fischbach spielte und deshalb hier kein Spieler aufrücken konnte. Eben dieses allerletzte Aufgebot der 64er, freute sich am Ende über den erneuten klaren Heimsieg, obwohl die SV-Akteure von den Strapazen der 60 Spielminuten am Ende sichtlich gezeichnet waren. „Ich hatte heute wegen der fehlenden Spieler schon große Bedenken“, stellte auch SV-Coach Stefan Bullacher nach dem Spiel heraus. „Wir haben das heute aber als Mannschaft ganz hervorragend gelöst. Ich denke, wir waren heute in kämpferischer und in taktischer Hinsicht deutlich überlegen. Mehr als eine kuriose Randnotiz war sicher die Tatsache, dass sich der am Fuß verletzte Marian Müller zu den B- und C-Jugendspielern an die Trommeln setzte und sich bereits in der Halbzeitpause über mehrere Blasen an den Handflächen beklagte. Den Jungendspielern gefiel es aber schon, dass die verletzten Erstmannschaftsspieler als Unterstützung dabei waren. Auf einen Blick: SV 64: Philipp Bartel und Nils Kawolus (n.e.) im Tor – Daniel Sorg 9, Thorsten Bas 6, Thommy Sauer 5/3, Dominik Schweizer 5, Klaus-Peter Weinert 3, Jan Braunhardt 3, Florian Noll 3, Andy Nonnweiler. SGH St. Ingbert: Rüdiger Lydorf, Manuel Weinmann (ab der 5.) im Tor – Michael Deckert 6, Dominic Mader 4, Oliver Küch 4, Jaroslav Dobrovodsky 2, Alexander Wesely 2, Philipp Forster 2, Peter Jancik 2, Thorsten Blaumeiser 1, Marc Henrich, Martin Schwarz, Holger Lührs. Zeitstrafen: 12:8 min, rote Karten: Andy Nonnweiler (47.), Siebenmeter: 3/3 – 4/2, Zuschauer: 400, Schiedsrichter: Appelbaum/Nitsche (TV Engers).
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