Logo
Der VereinKontaktImpressum
SV-Männer freuen sich auf die "Endspiele"! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 28. März 2010 um 09:59
Geschrieben von: Christian Gauf

Die Handballer des SV 64 Zweibrücken haben sich auch im Lokalderby gegen den TV Homburg am Samstagabend keine Blöße gegeben. Mit dem allerletzten Aufgebot gewannen sie auch das 13. Heimspiel dieser Saison wieder deutlich mit 39:28 (18:14) und bauten damit ihre Siegesserie in der Oberliga auf nunmehr 18:0 Punkte aus.
Damit haben die 64er den zweiten Tabellenplatz in der RPS-Oberliga behauptet und sich ihre beiden Endspiele, 14 Tage nach Ostern zu Hause gegen Saulheim und eine Woche später dann beim Tabellenführer TV Vallendar, absolut verdient.


Den besseren Start erwischten die erneut stark Ersatz geschwächten 64er, bei denen Jonas Denk, Marian Müller und Lukas Baumgart weiter fehlten. Gleich zu Spielbeginn verzeichneten die SVler mit ihrer offensiv ausgerichteten 5:1-Abwehr einige Ballgewinne. Das 2:0 fiel demnach bereits nach 50 Sekunden und als die 64er in der siebten Minute durch Daniel Sorgs Gegenstoß sogar mit 7:2 in Führung gingen, deutete bereits vieles auf ein klares Endergebnis hin.
Dass die Partie dann aber doch den von Bullacher erwarteten, knappen und für Lokalderbys nicht unüblichen Verlauf nahm, lag zunächst an einer sichtbaren Leistungssteigerung der Gäste. Es lag aber auch an der nun wesentlich härteren Gangart der Homburger, was dazu führte, dass die Zweibrücker Physiotherapeutin Ute Denk an diesem Abend in der erneut rappelvollen Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle häufiger im Einsatz war als in normalen Spielen. Dominik Schweizer musste bereits nach acht Minuten mit einer Platzwunde an der Augenbraue behandelt werden. Später erwischte es noch Andy Nonnweiler, Thorsten Bas und Thommy Sauer. Letzterer ging nach einem „Bauchtreffer“ sichtlich benommen zu Boden und konnte in der Schlussphase der Begegnung auch nicht mehr eingesetzt werden.
„Wir haben heute einen echten Arbeitssieg errungen“, freute sich SV-Coach Stefan Bullacher, der unmittelbar vor dem Anpfiff von Jan Braunhardt darüber unterrichtet wurde, dass dieser Schmerzen am Wurfarm hätte und nicht richtig werfen könne. Auf diese weitere Hiobsbotschaft reagierte der SV-Coach in der Weise, dass er die Zweitmannschaftsspieler Björn Stoll und Moritz Baumgart als „Reserve“ hinzubeorderte.
In ihrer stärksten Phase, zwischen der 10. und 21. Minute, vermochten die Gäste nach 9:4-Rückstand zum 14:13 zu verkürzen. Zwei Treffer von Andy Nonnweiler, den „Spieler des Spieles“ (Zitat Bullacher), zwei Treffer des insbesondere im zweiten Durchgang toll aufdrehenden Kapitäns Jan Braunhardt, bedeuteten schließlich bei einem Gegentreffer des erfolgreichsten Gästeakteurs Fadil Jusufbegovic eine nun wieder beruhigendere 18.14-Halbzeitführung.
In der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs vermochte sich dann keine Mannschaft mehr entscheidend abzusetzen, fielen die Tore auf beiden Seiten weitgehend gleichmäßig, so dass die SVler mit 28:24 vorne lagen, ehe sie ihren Zwischenspurt starteten und in Überzahl auf 31:24 wegzogen.
Dies war – zehn Minuten vor dem Spielende – eine klare Vorentscheidung zugunsten der 64er, die auch in der Schlussphase der Begegnung das Tempo hoch hielten und gegen sich nun aufgebende Homburger noch einen deutlichen 39:28-Heimsieg herauswarfen.
Erfolgreichster Torschütze bei den 64ern war schließlich Jan Braunhardt, der wegen seiner Armverletzung zwar nur selten aus dem Rückraum werfen konnte, dafür allerdings nach 1:1-Situationen immer wieder bis zum ersten Wurfkreis durchkam und am Ende mit acht Toren bester Torschütze war. „Neben Andy und Jan hat mir aber auch Flo sehr gut gefallen, der schwer ins Spiel gekommen ist, dann allerdings toll aufgedreht hat“, freute sich Bullacher über die gute Leistung Florian Nolls. Der Linkshänder ist nach seinem halbjährigen studienbedingten Praktikum in Köln erst seit wenigen Wochen wieder richtig in den Trainingsbetrieb der 64er eingebunden und findet dabei immer besser zu seiner alten Form.
Auf einen Blick:
SV 64: Nils Kawolus und Philipp Bartel (ab der 40.) im Tor – Jan Braunhardt 8, Andy Nonnweiler 6, Florian Noll 6, Thommy Sauer 5/4, Thorsten Bas 5, Dominik Schweizer 3, Klaus-Peter Weinert 3, Daniel Sorg 3, Björn Stoll.
TV Homburg: Sebastian Bieber und Dirk Lewing im Tor – Fadil Jusufbegovic 8/3, Christian Boscolo 7, Philip Daumen 4, Mike White 4, Michael Mathieu 3, Kai Baab 1, Daniel Thum 1, Steffen Ecker, Christian Witt, Timo Riedinger und Martin Möhrle.
Zeitstrafen: 2:14 min., Siebenmeter 5/5 – 3/3, Zuschauer: 380, Schiedsrichter: Kullmer/Messemer (Ottersheim).