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SV-Handballer bleiben Dritter!
Sonntag, den 09. Mai 2010 um 07:01 Uhr
Geschrieben von: Christian Gauf

Eine sensationelle Handballsaison der ersten Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken fand am Samstagabend mit einem fulminanten 39:29 (16:14)-Heimsieg der 64er gegen die Bundesligareserve der TSG Friesenheim ihren endgültigen Höhepunkt.
Bei einem noch ausstehenden Spiel am kommenden Wochenende auswärts bei der TG Osthofen ist den 64ern der dritte Tabellenplatz in der Endabrechnung der RPS-Oberliga nicht mehr zu nehmen. Damit stehen auch einige Superlative in dieser schönen Saisonbilanz.


Das entscheidende ist: Noch nie in den 46 Jahren seit Vereinsgründung war eine Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken erfolgreicher; die 64er weisen mit 28:2 Punkten die beste Heimbilanz aller Oberligisten auf und ähnlich wie vor zwei Jahren erzielten die 64er über 1.000 Saisontore, den 1.000 Treffer markierte dabei Thorsten Bas per Kempatrick in der 55. Minute zum 34:28-Zwischenstand.
„Das war heute ein würdiger Abschluss einer geilen Saison“, freute sich SV-Trainer Stefan Bullacher über die erneut starke Leistung seiner Mannschaft.
Die legte nämlich einen Start nach Maß hin, führte nach fünf Spielminuten mit 5:0 und nach 14 Minuten sogar mit 10:2. Kurios dabei, dass die ersten drei Tore alle in der dritten Spielminute fielen, was in etwa das hohe Tempo, das die beiden Teams in der Ignaz-Roth-Halle anschlugen, verdeutlicht.
In der Anfangsphase offenbarte am Samstagabend auch die junge und ausgesprochen starke Gästetruppe der TSG Friesenheim gegen die offensive 5:1-Abwehr der 64er zunächst große Probleme. Mit Ausnahme des hervorragend aufgelegten Torhüters Tim Doppler sowie vier weiteren Spielern, gehören die restlichen Akteure, die Trainer Martin Röhrig im Oberligaspitzenspiel aufgeboten hatte, zum überragenden A-Jugendkader der Friesenheimer, welche am vergangenen Wochenende erneut die südwestdeutsche Meisterschaft gewann und nach Pfingsten um die deutsche Meisterschaft weiterspielen wird. Auffälligster Spieler der Gäste war dabei Jörn Christmann.
Die hochklassige Begegnung ließ sich nach Spielende in verschiedenen Phasen einteilen. „Wir sind super gestartet“, freute sich Bullacher beispielsweise über den problemlosen Start. Ab der 14. Spielminute, in der Gästecoach Martin Röhrig eine Auszeit nahm, besannen sich die Gäste allerdings ihrer eigenen Stärken. „Da haben sie taktisch klug und technisch stark agiert“, befand Bullacher.
Noch vor der Halbzeitpause kamen die Gäste so zum 14:14-Ausgleichstreffer, ehe dann der insbesondere in der Abwehr auf der vorgezogenen Abwehrposition sehr stark spielende Daniel Sorg und quasi mit dem Halbzeitpfiff Jan Braunhardt nochmals zu einer knappen 16:14-Führung trafen.
Mit dieser knappen Führung im Rücken übernahmen die 64er dann auch im zweiten Durchgang das Kommando, spielten gut, wurden allerdings bei Fehlversuchen oder technischen Fehler jeweils unmittelbar durch Tempogegenstöße bestraft. Es blieb also weiter spannend. Ähnlich wie Doppler im Gästetor, zeigte auch SV-Keeper Philipp Bartel eine starke Leistung. Und unter dem deutlichen Druck der jungen Friesenheimer Truppe vermochten sich dann auch die 64er sichtlich zu steigern.
Bis zum 32:28 in der 54. Minute, war die Begegnung sehr umkämpft. In dieser Phase war es immer wieder Dominik Schweizer, der sich vom rechten Rückraum aus durch seine hervorragende Körpertäuschung durchsetzte, selbst vier Tore erzielte oder Siebenmeter für seine Mannschaft herausholte. In der Schlussphase zogen die 64er, durchaus begünstigt von sich nun aufgebenden Friesenheimern, immer weiter weg und gewannen am Ende klar mit 39:29.
„Es war heute ein absolutes Spitzenspiel und wir haben auch verdient gewonnen“, freute sich Bullacher über den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft im letzten Heimspiel. „er dürfte allerdings schon um einige Tore zu hoch ausgegangen sein“.
„Das Drehbuch zum Spiel hat heute einfach wieder gestimmt“, stellte Bullacher dann nach dem Spiel – mit dem Mikro in der Hand – fest. Keiner der 230 Zuschauer hatte zu diesem Zeitpunkt die Halle verlassen, als Bullacher seine „scheidenden“ Spieler verabschiedete, zunächst Thorsten Bas, der wieder zur VTZ wechseln wird, und danach Klaus-Peter Weinert, den Bullacher als seinen bedeutendsten Spieler bezeichnete. Seit 2003 war der Spielmacher im SV-Trikot mit der Nr. 21 auf Torejagd. Am Samstagabend war es ihm vergönnt, in der letzten Spielminute seines letzten Heimspieles in der ersten Mannschaft, nochmal ein Tor zu erzielen. Im nächsten Jahr wird Weinert dann gemeinsam mit Björn Stoll die zweite Mannschaft trainieren und betreuen.
Auf einen Blick:
SV 64: Philipp Bartel und Frank Junkes im Tor – Marian Müller 7, Thommy Sauer 6/3, Jan Braunhardt 5, Thorsten Bas 5, Dominik Schweizer 4, Jonas Denk 3, Daniel Sorg 3, Florian Noll 3, Klaus-Peter Weinert 2 und Lukas Baumgart.
TSG Friesenheim 2: Doppler und Gieger im Tor – Chrismann 6, Joswig 6, Schwenzer 5, Dessloch 4/3, Winterhalder 3, Danielowitz 3, Diehl 1, Fischer 1, Eusterholz, Zellmer und Linder.
Zeitstrafen: 10:4 min., Siebenmeter: 4/3 – 3/3, Zuschauer: 230, Schiedsrichter: Krispenz/Köppl (Büdesheim).

 

 
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