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SV-Männer mit Saisonverlauf rundum zufrieden! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 16. Mai 2010 um 07:49
Geschrieben von: Christian Gauf

Eine sensationelle Saison fand am Samstagabend in Osthofen einen würdigen Abschluss. Denn am letzten Spieltag zeigten die Handball-Männer des SV 64 Zweibrücken noch einmal eine starke Leistung mit den allgemein prognostiziert vielen Toren und gewannen am Ende deutlich mit 39:32 (16:14). Dabei haben sie nicht nur den dritten Platz untermauert, sondern wegen des 30:30-Unentschiedens der SG Saulheim bei der Hunsrück HSG auch die „inoffizielle Torjägermeisterschaft“ in der RPS-Oberliga gewonnen. Und zwar mit 1044 zu 1043 Treffern. Immerhin ein schöner Prestigeerfolg.


Mit so vielen Toren und einem klaren Sieg war aus Zweibrücker Sicht allerdings nach der sehr durchwachsenen Anfangsphase dieser Begegnung überhaupt nicht zu rechnen. „Wir haben heute richtig schwer ins Spiel gefunden“, bemerkte hierzu auch SV-Trainer Stefan Bullacher. „Und unser zweiter Anzug hat dann das Spiel gedreht“, lobte Bullacher wiederum die Spieler, die ab der 20. Spielminute von der Bank kamen und das Ding drehten. Auf den erkrankten Lukas Baumgart musste SV-Coach Stefan Bullacher dabei ebenso verzichten wie auf Torhüter Nils Kawolus, der erneut von Frank Junkes vertreten wurde.
Es dauerte zunächst einmal bis zur 10.Spielminute, dass die 64er überhaupt ein Feldtor erzielten; Mannschaftskapitän Jan Braunhardt war hier das Tor zum 3:6 gelungen, nachdem zuvor Thommy Sauer zweimal vom 7m-Punkt getroffen hatte.
Die bereits als Absteiger feststehenden Osthofener, bei denen nach dem Spiel sieben Spieler verabschiedet wurden, vermittelten in der Anfangsphase durchaus den Eindruck, als wollten sie sich unbedingt mit einem Sieg in die Rheinhessenliga verabschieden. Entsprechend aggressiv spielten sie in ihrem 6:0-Abwehrverband und entsprechend konsequent zogen sie zunächst auch zum 6:2-Zwischenstand weg.
Jan Braunhardt und Andy Nonnweiler waren in der Schlussphase der ersten Hälfte dann die Aktivposten bei den 64ern, die das Spiel drehten. Begünstigt allerdings durch zwei Zeitstrafen gegen die Gastgeber kurz vor der Halbzeitpause. So gelang es den Zweibrückern zunächst den 14:12-Rückstand zu egalisieren, um dann in Überzahl in der letzten Minute noch zweimal zuzuschlagen und sogar mit einer knappen 16:14-Führung in die Kabinen zu gehen.
Ein weiterer Doppelschlag in der ersten Minute nach dem Seitenwechsel und die 64er hatten eine Beinahe-Vorentscheidung herbeigeführt. Von den sechs Gegentoren in den vier Minuten Strafzeit erholten sich die Osthofener nicht mehr. Andererseits war es schon beeindruckend, wie die 64er in dieser Phase zu ihrem Spiel fanden; es passte auch irgendwie zu dem wahnsinnigen Rückrundenverlauf der 64er.
Die nächsten Minuten glichen dann ein wenig „Wildwest in Osthofen“, denn beiden Mannschaften unterliefen nun doch einige technische Fehler, die in einem anderen Stadium der Saison den verantwortlichen Trainern vermutlich einige graue Haare beschert hätten. 17:19 stand es dann, als die 64er innerhalb von erneut vier Minuten, dieses Mal aber ohne gegnerische Zeitstrafen, eine Fünferserie produzierten. Spätestens jetzt, beim Stande von 17:24 in der 38. war die Begegnung entschieden.
„Das war heute absolut mein Spiel“, war in Marian Müllers Kommentar zum eigenen Auftritt dann durchaus die Ironie zu spüren. Mit glücklos wäre die Angriffsleistung des Zweibrücker Abwehrchefs dann auch einigermaßen hinreichend umschrieben, der seinen bisherigen 132 Treffern keinen weiteren mehr beizusteuern vermochte.
Clever und abgebrüht spielten die SVler in den letzten Minuten dennoch ihre Routine aus, trafen noch genau so häufig, um im Fernduell mit Saulheim letztlich einen Treffer mehr auf der Habenseite ihres Torekontos zu haben und beendeten damit ihre beste Saison in der RPS-Oberliga. Die Mannschaft, die im vergangenen Jahr erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, hat sich selbst in die Spitzengruppe der Oberliga bugsiert.
Verdienter Meister wurde der TV Vallendar, der mit 48:12 Punkten in die dritte Liga aufsteigen wird. Zweiter wurde Saulheim und Dritter eben die 64er, mit 43:17 Punkten.
Auf einen Blick:
SV 64: Philipp Bartel und Frank Junkes (ab der 30.) im Tor - Thommy Sauer 8/2, Jan Braunhardt 6, Jonas Denk 6, Florian Noll 5, Andy Nonnweiler 4, Thorsten Bas 3/1, Daniel Sorg 3, Klaus-Peter Weinert 2/2, Dominik Schweizer 2, Marian Müller.
Zeitstrafen: 10:8 min., Siebenmeter: 3/1 – 7/5, Zuschauer: 200, Schiedsrichter: Kogler/Japundza (Annweiler/Otterbach).

Die zehn SV-Fans, die sich per Fahrrad um 13 Uhr auf den Weg Richtung Osthofen gemacht hatten, kamen durchaus innerhalb der selbstgesteckten Zeit, jedoch völlig ausgelaugt an der Wonnegauhalle an.
107 km, hatten sie auf ihrer Route zurück gelegt, dabei allerdings wesentlich mehr „Höhenmeter“ bewältigen müssen, als sie sich selbst ausgemalt hatten.
„Vor allem der letzte Berg vor Osthofen war richtig brutal“, bemerkte Initiator Andreas Buchholz. „Von unseren neun gestarteten Fahrern hat einer wegen gesundheitlicher Probleme in Eisenberg aufgegeben und einer wurde disqualifiziert“. Dem Vernehmen nach hatte sich der Fahrer, der die Tour eigentlich mit seinem fast 70 Jahre alten Miele-Fahrrad antreten wollte, vom Begleitfahrzeug ziehen lassen.
23 km/h im Schnitt und  4 ½ Stunden reine Fahrzeit, mit Pausen in Queidersbach und Eisenberg, waren nach der Tour auf dem Bordcomputer abzulesen. „Und außer Markus hat niemand gemosert“, stellte Buchholz heraus, der nach eigenen Angaben das Streckenprofil insgesamt etwas flacher erwartet hatte.
Unsere Aufnahme zeigt die neun Radler, Andreas Buchholz, Thomas und Klaus Eckerlein, Bernd Gräbel, Alexander und Markus Gauf, Kai Graß, Klaus Hänisch und Dirk Pinodi, beim Start an der Ignaz-Roth-Halle.