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Pfingstzeltlager 2012

Am 25. - 28. Mai 2012,
Am Nebenbruch 5, 76351 Linkenheim-Hochstetten (TVH Turnverein Hochstetten 1904 e.V.)

Der Zeltplatz


Fun Turnier 2012

Am 09. Juni 2012,
ab 9:00 Uhr,
Ignaz-Roth-Halle

Info's


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SV-Handballer bejubeln 45:36-Sieg gegen Bad Ems und den Klassenerhalt! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 10. Mai 2009 um 08:53 Uhr
Geschrieben von: Christian Gauf

Die Ausgangslage vor dem letzten Heimspiel der laufenden RPS-Oberligasaison war für die Handballer des SV 64 Zweibrücken völlig klar. Mindestens ein Punkt musste gegen den TV Bad Ems noch her, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft endgültig zu sichern.
Dass am Ende ein 45:36 (25:15)-Sieg herauskam, war im Prinzip dann „eine absolute Punktlandung“, wie es SV-Coach Stefan Bullacher nach dem Spiel ausdrückte. Bereits am 14. März, nach der unglücklichen Niederlage gegen SGH St. Ingbert, hatte der Zweibrücker Trainer den Fahrplan zum Klassenerhalt aufgestellt. 20:22 Punkte hatte seine Mannschaft damals auf dem Konto. Vier Siege in den Heimspielen und ein Auswärtssieg in Kuhardt waren somit in der Planung. Und mit der tollen Unterstützung des Zweibrücker Publikums, wurden diese zehn Punkte schließlich auch eingefahren.
Wie ausgeglichen die RPS-Oberliga tatsächlich ist, wie wenig planbar sich die Saison darstellte, belegt alleine die Tatsache, dass die 64er bei ungünstigstem Verlauf am vorletzten Spieltag eventuell als Letzter von fünf Absteigern hätten feststehen können, während sie nun vor dem Saisonfinale mit 30:28 Punkten sogar den sechsten Tabellenplatz einnehmen.

Obwohl die Gäste aus Bad Ems ohne ihre beiden verletzten Rückraumspieler Uwe Hens und Alexander Ulges antraten, quasi mit dem letzten Aufgebot in der Ignaz-Roth-Halle aufliefen, brauchten die 64er bis zur 14. Minute, um ihre eigene Nervosität einigermaßen in den Griff zu bekommen. 8:8 stand es, als SV-Coach Stefan Bullacher sein Team-Time-out nahm. Von da an lief es aber fast wie von selbst. Endlich spielte die Zweibrücker Hintermannschaft vor Keeper Frank Junkes wesentlich aggressiver, schaffte sie es, wie von Bullacher gefordert, die Gästeangreifer und hier insbesondere den überragenden Emser Pascal Gras in gewisser Weise unter Druck zu setzen.
Schnell zogen sie auf 18:10 weg und sorgten damit für eine deutliche Vorentscheidung. Kurios war allerdings auch, dass sie nach der Auszeit in der 14. Minute bis zur 36. pro Minute einen Treffer erzielten, sich bis zur Pause auf 25:15 absetzten und die Zehntore-Führung auch sechs Minuten nach dem Seitenwechsel beim 31:21 – trotz zwischenzeitlicher „doppelter Unterzahl“, noch behaupteten. Eine überragende Angriffsleistung zeigte auf Seiten der 64er dabei Torben Rixecker, der in seinem letzten Heimspiel für den Verein, bei dem er ab der C-Jugend acht Jahre spielte, zwölf  Tore erzielte, von der Emser Abwehr nie zu kontrollieren war. Auffallend stark waren in der Phase, als die 64er das Spiel in den Griff bekamen und weg zogen, aber auch Abwehrorganisator Andy Nonnweiler und Jonas Denk auf der vorgezogenen Abwehrposition. Der junge SV-Kreisläufer traf am Ende neunmal und blieb dabei als einziger SV-Akteur ohne Fehlversuch.
Im weiteren Spielverlauf machten sich beide Teams nicht mehr weh, zeigten ein torreiches Spiel mit einigen Kabinettstückchen, wie zum Beispiel ein tolles Kempator von Sauer, und sorgten damit für gute Unterhaltung der annähernd 300 Zuschauer in der Ignaz-Roth-Halle. Bemerkenswert war noch, dass sich Thommy Sauer, der aktuell Zweite der Oberligatorschützenliste, seinen 200. Saisontreffer für das letzte Spiel am kommenden Samstag in Saulheim aufhob, dass im zweiten Durchgang mit Otwin Kleinschmidt ein 55-jähriger Keeper das Tor der Gäste hütete, und dass es mit Lukas Baumgart einen SV-Akteur gibt, der alle seine Spiele, in denen er für die 64er mitwirkte, gewann.
Das Spiel endete schließlich 45:36 für die 64er, bevor schließlich die Verabschiedung der vier Spieler, die zukünftig nicht mehr in der ersten Mannschaft der 64er auflaufen werden, sehr emotional über die Bühne ging. SV-Coach Stefan Bullacher nahm nach dem Spiel jedenfalls das Mikrofon in die Hand, und fand für alle vier scheidenden Spieler, Andreas Birk, Kai Nonnweiler, die beide zum TBS Saarbrücken wechseln, für Torben Rixecker, der in die Regionalliga zu HF Untere Saar geht und für Frank Junkes, der mit 38 Jahren seine Erstmannschaftskarriere beendet und zukünftig gemeinsam mit Olli Gladen das Tor der SV-Dritten in der Verbandsliga hüten wird, sehr persönliche Worte.
Besonders Rixecker, dem er attestierte, gerade in den letzten Wochen eine absolute Führungsrolle in der Mannschaft eingenommen zu haben, dankte er für seine herausragende Leistung in dieser Saison.
„Frank, wir haben 1987 bei der Firma Kratz gemeinsam unsere Lehre begonnen, da waren einige deiner Mitspieler noch gar nicht geboren“, sagte Bullacher schließlich zu seinem Keeper, der ihn damals zur großen „SV-Familie“ gebracht hatte. Und als er sich schließlich bei seiner Frau Dunja bedankte, für die Kraft, die sie ihm gab, wischten sich einige SV-Fans auch die eine oder andere Träne weg.
Am nächsten Wochenende müssen die 64er nun noch beim Tabellenzweiten SG Saulheim antreten, können dort ganz locker aufspielen. Lange Zeit hatten die Saulheimer die Oberligatabelle angeführt, am Samstag aber das Spitzenspiel in Mundenheim verloren.
Genau deshalb war der SV-Sieg am Samstag aber auch so bedeutungsvoll, denn jetzt müssen die Saulheimer noch gewinnen, um wegen des besseren direkten Vergeichs mit Mundenheim gegebenenfalls von einem Ausrutscher der Ludwigshafener zu profitieren.
Auf einen Blick:
SV 64: Frank Junkes und Nils Kawolus (ab der 42.) im Tor – Torben Rixecker 12, Jonas Denk 9, Thommy Sauer 5/1, Jan Braunhardt 5, Kai Nonnweiler 5, Florian Noll 3, Andy Nonnweiler 3, Andy Birk 2, Lukas Baumgart 1, Klaus-Peter Weinert, Jan Schmidt und Björn Stoll.
Torschützen Bad-Ems: Peltner 9/4, Gras 8, Adrian Ulges 7, Braun 5, Helbach 4, Klute 2, Müller 2.
Zeitstrafen: 10:6 min., Zuschauer: 300, Schiedsrichter: Ohliger/Scalici (Edigheim).