| Schnellzughandball gegen Ersatz geschwächtes Biewer-Pfalzel! |
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Sonntag, den 11. Oktober 2009 um 09:04 Uhr
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Geschrieben von: Christian Gauf
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Immer wenn Weltmeister Christian Schwarzer bei einem Heimspiel der SV-Männer in der Ignaz-Roth-Halle auftaucht, zeigen sich die SVler extrem torhungrig und erspielen schöne Kantersiege. Im letzten Jahr beim 54:17 gegen Kuhardt war Schwarzer nämlich ebenso Augenzeuge, wie am Samstag beim 44:24 (17:8)-Heimsieg gegen die HSG Biewer-Pfalzel. Allerdings muss an dieser Stelle gleich attestiert werden, dass die Gäste stark Ersatz geschwächt in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle antraten, quasi ohne Rückraum agierten. Biewers Coach Heng Mauruschatt hatte im Vorfeld der Begegnung bereits angekündigt, einige Spieler in Zweibrücken schonen zu wollen. „Wir waren gut auf Biewer-Pfalzel eingestellt und haben in der ersten Halbzeit mit einer starken Abwehrleistung die Grundlage für den hohen Sieg gelegt“, war SV-Coach Stefan Bullacher zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Allerdings haben wir bereits beim Aufwärmen gesehen, dass die Gäste heute doch auf einige Leistungsträger verzichten mussten“. Wegen einer Schulterverletzung konnte Spielmacher Ron Mauruschatt eben so wenig mitwirken, wie Torjäger Christian Stein wegen eines Bandscheibenvorfalls oder Carsten Rohr wegen eines Knorpelschadens am Knie. Hinzu kam, dass auch Marc Köhler nur in der Anfangsphase mitwirkte, auch er, als das Spiel seinen Lauf nahm, geschont wurde. Dennoch brauchten die 64er, bei denen Keeper Philipp Bartel krankheitsbedingt Nils Kawolus den Vortritt ließ, einige Zeit, um ihr in Heimspielen gewohntes „Schnellzugtempo“ aufzunehmen. Erst in der neunten Minute traf beispielsweise Thorsten Bas zum 4:2-Zwischenstand. Dies hatte seinen Grund in relativ lang ausgespielten Angriffen der Gäste, aber auch in nervositätsbedingten technischen Fehlern der 64er in der Anfangsphase. Eine Vorentscheidung führten die SVler dann zwischen der 16. und 20. Minute herbei, als sie durch eine Fünferserie von 7:4 auf 12:4 wegzogen und fortan das Spiel gänzlich im Griff hatten. In der 25. Spielminute traf dann Dominik Schweizer per Tempogegenstoß erstmals zur Zehn-Tore-Führung der 64er. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte auf Zweibrücker Seite dabei Spielmacher Jan Braunhardt heraus, der nicht nur „geschickt Regie führte“, sondern sich auch als eiskalter Vollstrecker präsentierte. So wurden beim Stande von 17:8 für die 64er die Seiten gewechselt. Auch in der zweiten Halbzeit sahen sich die beiden Torleute der Gäste, Andre Legenhausen und Andy Mauruschatt häufig den unbedrängt gegenstoßlaufenden Zweibrückern gegenüber, so dass die 64er ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten und in der 59. Minute beim 42:22 erstmals mit 20 Toren führten. Die Luft war zu diesem Zeitpunkt längst raus aus der einseitigen Partie, selbst wenn SV-Coach Bullacher nach dem Spiel fest stellte, dass man auch gegen eine Ersatz geschwächte Mannschaft erst einmal so souverän aufspielen muss. „Wir haben 45 Minuten sehr gut gespielt und in der Schlussphase dann einen Gang rausgenommen“. Der Wille zur Wiedergutmachung nach der „dummen Niederlage“ in der Vorwoche war jedenfalls bei allen SVlern erkennbar. Und selbst wenn sich die 64er vorgenommen haben, nicht mehr zurück zu blicken, waren die anderen Ergebnisse dieses Wochenendes wieder dazu angetan, sich zu ärgern. Denn hätten die 64er in Saarburg gewonnen, wären sie jetzt vorübergehend sogar Tabellenführer. Auf einen Blick: SV 64: Nils Kawolus und Philipp Bartel (n.e.) im Tor – Jan Braunhardt 9, Thommy Sauer 6/2, Jonas Denk 6, Marian Müller 6, Thorsten Bas 5, Dominik Schweizer 4, Florian Noll 3, Lukas Baumgart 2, Klaus-Peter Weinert 2, Andy Nonnweiler 1. HSG Biewer-Pfalzel: Müller 5/1, Gerten 4, Frisch 4, Billen 4, Kühn 3, Hoffmann 2, Kuhfeld 1, Backendorf 1. Zeitstrafen: 6:12 min, Siebenmeter: 3/2 – 1/1, Schiedsrichter: Ohliger / Scalici (Edigheim), Zuschauer: 180.
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