| Erneutes Zweibrücker Frusterlebnis in St. Ingbert! |
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Sonntag, den 08. November 2009 um 09:37 Uhr
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Geschrieben von: Christian Gauf
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Um eine bittere Erfahrung reicher mussten die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend die Heimreise aus der St. Ingberter Ingobertushalle antreten. Wie in den letzten Jahren auch, waren sie in diesem Derby phasenweise richtig gut, dominierten ganz klar – und standen am Ende doch wieder mit leeren Händen da. Unnötiger, darin waren sich nach dem Spiel ein Großteil der über 600 Zuschauer einig, hat wohl selten eine Mannschaft in der Oberliga ein Spiel verloren. „Wir waren heute einfach zu doof um zu gewinnen“, war deshalb auch SV-Coach Stefan Bullacher nach dem 27:26 (11:11) im Derby sichtlich angefressen. Denn seine Mannschaft hatte tatsächlich super angefangen, sich mit ihrer 5:1-Abwehrformation zunächst engagiert viele Bälle erkämpft und zehn Minuten lang das Spiel ganz eindeutig bestimmt. Ein erster Bruch kam dann, als sich der „Noch-Hasseler“ Dominic Mader nach 10.20 min. eine doppelte Zeitstrafe einhandelte und die 64er vier Minuten in Überzahl agierten. Nur ein Tor zum 3:7 war hier allerdings die magere Ausbeute, weil die SVler völlig kopflos agierten, weil sie ihre Überzahlangriffe nicht konsequent ausspielten sondern unnötige und zu schnelle Wurfeintscheidungen trafen, und weil sie jetzt immer wieder am überragend haltenden Rüdiger Lydorf im Hasseler Tor scheiterten. „Wir tun uns das nicht mehr an, fahren nicht mehr auf die Auswärtsspiele mit“ ließen einige der treuesten SV-Anhänger nach dem Spiel verlauten. Immerhin waren wieder einmal auch etwa 100 SV-Fans in St. Ingbert dabei, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten und dann doch mit ansehen mussten, wie die 64er mit einer Reihe schlimmer technischer Fehler die hervorragend kämpfenden Gastgeber wieder aufbauten. Auffallend war jedenfalls schon, dass die 64er auch in St. Ingbert wieder ihr zweites Gesicht, nämlich das inzwischen fast gewohnte Auswärtsgesicht zeigten. Und weil sie zwischen der 21. und 29. kein einziges Tor erzielten, war der schöne Vorsprung verspielt, lagen die Gastgeber kurz vor der Pause mit 11:9 in Front. Nur neun Tore der „eigentlich“ angriffsstärksten Mannschaft der Oberliga in 28 Minuten, sprechen aber auch ihre eigene Sprache und belegen, dass das Hauptproblem der 64er an diesem Abend tatsächlich nicht die Abwehr- sondern die Angriffsleistung war. Und hier waren es am Ende wieder 25 Fehlversuche und 14 technische Fehler, die sich bei den 64ern summierten. Dabei waren es nicht einmal die Anzahl der technischen Fehler, sondern vielmehr die Qualität derselben. Fehlende Motivation war den Zweibrückern dabei nicht vorzuwerfen. Sie gingen aber sehr fahrlässig mit ihren Chancen um und agierten zeitweise kopflos. So verschenkten sie nicht nur die Vier-Tore-Führung in der ersten Hälfte, auch nach dem Seitenwechsel übernahmen die 64er zunächst wieder das Komando, gingen bis zur 36. Minute erneut mit vier Toren, 12:16 in Front. Wieder gab diese Führung keine Sicherheit, so dass die Gastgeber beim 18:17 in der 43. wieder vorne lagen. Nach vier Toren in Folge und einer erneuten drei-Tore-Führung beim 20:23 waren die 64er dann einfach zu unclever und wurden dafür mit einer völlig vermeidbaren Auswärtsniederlage abgestraft. „Ich bin heute das erste Mal in meiner Trainer-Karriere sprachlos“, fehlten dem Zweibrücker Coach nach dem Spiel mit diesem sonderbaren Spielverlauf die Worte. Anstatt sich durch einen Sieg in der Spitzengruppe der Oberliga festzusetzen, führen die SVler nach fast einem Drittel der Runde nur wieder das breite Mittelfeld der nur durch „einen Sieg mehr oder weniger“ getrennten Mannschaften an. Auf einen Blick: SGH St. Ingbert: Rüdiger Lydorf und Manuel Weinmann (bei 2 7m) im Tor – Michael Deckert 9, Holger Lührs 7/2, Dominic Mader 4, Peter Jancik 4, Thorsten Blaumeiser 2, Jaroslav Dobrovodsky 1, Philipp Forster, Oliver Küch, Stephan Wendling, Martin Schwarz, Marc Henrich, Patrik Hertel, SV 64 Zweibrücken: Nils Kawolus und Philipp Bartel (ab der 22.) – Thomas Sauer 11/7, Jonas Denk 4, Jan Braunhardt 3, Thorsten Bas 3, Marian Müller 3, Florian Noll 2, Andy Nonnweiler, Dominik Schweizer und Lukas Baumgart. Zeitstrafen: 14:8 min, Siebenmeter: 3/2 – 7/7, Zuschauer 600, Schiedsrichter: Vocke/Wallenfels (Westheim/Ottersheim).
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