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In einem Fehlversuch-Festival wie man es selten sieht, holte die zweite Mannschaft des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend einen ganz glücklichen 36:35 (19:17)-Heimsieg gegen den TV Altenkessel. Es schien, als hätte die junge SV-Truppe die Mahnungen ihres Trainers Björn Stoll nicht gehört oder zumindest nicht beachtet. Der hatte immer wieder vor diesem schweren Spiel gewarnt, gesagt, dass die beiden Punkte vom vergangenen Wochenende gegen die VTZ nur dann etwas wert seien, wenn seine Mannschaft gegen Altenkessel „nachlegen“ könne. So sorglos, wie diese dann allerdings im Samstagspiel ihre großen Chancen verballerte, wie auffallend lässig sie in der Abwehr agierte, ließ erkennen, dass die Bedeutung dieses Spieles nicht in allen Spielerköpfen angekommen war. Fast wären also die beiden am vergangenen Wochenende gegen die VTZ-Zweite erkämpften Punkte wieder „verspielt“ gewesen, denn eine Niederlage gegen Altenkessel war am Samstagabend durchaus im Bereich des Möglichen.
Dabei hatten die 64er gut begonnen, taktisch geschickt den jeweils freien Mann angespielt und waren somit auch wenig überraschend schnell auf 3:0 und später 10:6 weggezogen. Der Bruch ins SV-Spiel kam, als die 64er immer wieder freistehend an Gästekeeper Sven Marquardt scheiterten. Altenkessel traf jetzt nämlich fünf Mal hintereinander und plötzlich stand es 10:11 - die Partie war wieder völlig offen. Dies änderte sich dann auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr. Beide Mannschaften vernachlässigten die eigentliche Abwehrarbeit, erarbeiteten sich viele Einwurfmöglichkeiten und profitierten beiderseits von ganz wichtigen Aktionen ihrer jeweiligen Torleute. „Wir hätten das Spiel nicht gewonnen, hätte Holger in den letzten beiden Minuten die beiden Dinger gehalten“, lobte beispielsweise auch SV-Torhüter Frank Junkes seinen Kollegen Holger Schnur, der in der Schlussphase zweimal glänzende Reflexe zeigte. Damit kaschierten die 64er eine dennoch spannende Schlussphase, in der sie sich – trotz der Disqualifikation ihres Spielertrainers Björn Stoll in der 55. Minute nach der dritten Zeitstrafe, auf zwei Tore abzusetzen vermochten. Sie schafften es aber auch gegen eine in der Schlussphase mit offener Manndeckung agierende Gästetruppe, noch drei technische Fehler innerhalb nur einer Minute und 20 Sekunden zu machen, so dass dieses Spiel tatsächlich erst entschieden war, als das Schiedsrichtergespann Gilcher / Gilcher die Begegnung nach 60 Minuten abgepfiffen hatte. „Fünf Mal schlucken, dreimal den Mund abputzen und danach das Spiel so schnell wie möglich abhaken“, stellte Björn Stoll nach der engen Kiste fest, froh, dass es gelungen war, die beiden Punkte in Zweibrücken zu behalten. Auf einen Blick: SV 64: Holger Schnur und Frank Junkes im Tor – Moritz Baumgart 12/3, Jonas Baumgart 6, Jan Schmidt 5, Alexander Wolfram 4, Maxi Reisel 3/1, Fabian Germann 3, Björn Stoll 3, Philipp Michel und Ilja Zweigert. Zeitstrafen 10:14 min. rote Karte: Stoll (55.) – Zuschauer: 100, Schiedsrichter: Patricia und Ortwin Gilcher (Riegelsberg). Die SV-Dritte hatte in der Verbandsliga die MSG HF Illtal 2 zu Gast, zeigte dort insbesondere in der ersten Hälfte eine gute Leistung, die mit einer knappen 18:17-Halbzeitführung belohnt wurde, um dann in der zweiten Hälfte allerdings gleich zu Beginn der zweiten Hälfte ins Hintertreffen zu geraten und am Ende mit 25:36 noch recht deutlich zu verlieren. Für die 64er waren im Einsatz: Jörg Freyler und Björn Morche im Tor – Karsten Baier 8, Thorsten Hoffmann 6, Martin Knoll 5, Klaus Hänisch 3, Markus Gauf 2, Nicolai Petter 1, Patrick Werner, Bernd Gräbel, Thomas Eckerlein.
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