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Die ehemalige Bundesligaspielerin Tatjana Nykytenko hatte am Sonntagmittag großen Anteil an dem klaren 40:27 (15:17)-Auswärtssieg des Tabellenfünften der RPS-Oberliga, der HSG Wittlich bei den Frauen des SV 64 Zweibrücken.


Die ukrainische Ex-Nationalspielerin erzielte zwölf Tore zum überraschend deutlichen Auswärtssieg und präsentierte sich dabei auch als sichere Siebenmeterschützin.
Dass die Schlappe der SVlerinnen trotz guter Leistung im ersten Durchgang letztlich so deutlich ausfiel, das hatte die Mannschaft von Trainer Axel Koch nicht unbedingt erwartet.
Denn bis zehn Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs hatten die SV-Frauen regelmäßig, zum Teil mit zwei Toren Unterschied geführt. In der 24. Minute gerieten die Zweibrückerinnen beim Stande von 12:13 jedoch erstmals in Rückstand, und von da an waren sie auf der Verliererstraße.
Denn während sich die Gäste weiter zu steigern vermochten, fielen die Zweibrückerinnen leistungsmäßig in ein tiefes Loch.
Hatten die Spielerinnen von Axel Koch zunächst häufig noch Pech mit Holztreffern, vergaben sie nach dem Seitenwechsel vielfach sehr leichtfertig, scheiterten immer wieder an der starken Torhüterin der Gäste.
Etwas unglücklich gerieten die Zweibrückerinnen auch kurz vor der Halbzeit noch mit 14:17 ins Hintertreffen. Bereits jetzt deutete sich an, wie schwer es werden würde, diesem Spiel nochmals eine Wende zu geben, selbst wenn Katharina Leonhardt drei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff in Unterzahl noch der Anschlusstreffer zum 15:17-Halbzeitstand glückte.
Im zweiten Durchgang war Wittlich den SV-Frauen in allen Belangen überlegen, angefangen damit, dass die Heimmannschaft aufgrund der Manndeckung gegen Nykytenko in der Defensive alles andere als sattelfest stand, dass die Zweibrücker Hintermannschaft ein ums andere Mal Spritzigkeit und Aggressivität vermissen ließ und den Gästen damit ein lockeres Wegziehen ermöglichte.
Hinsichtlich der Wurfeffizienz waren die Gäste ebenfalls klar überlegen, was auch daran lag, dass Eva Zöllner im SV-Tor sehr unglücklich agierte. Bezeichnend in diesem Zusammenhang die Szene zum 6:6-Ausgleichstreffer, als der Ball von der Latte an Zöllners Kopf prallte und von da ins Tor ging.
Dass sich die Oberligapartie auf eine deutliche Heimniederlage hinzubewegte, war bereits Mitte der zweiten Hälfte beimStande von 19:26 erkennbar; dass es schließlich aber sogar eine „richtige Packung“ wurde, lag auch daran, dass sich die Zweibrückerinnen aufgaben und auch in kämpferischer Hinsicht enttäuschten. Am Ende stand es jedenfalls 27:40 für die Gäste.
Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken: Eva Zöllner und Siggi Nonnweiler im Tor – Kathrin Leiner 10/3, Katharina Leonhardt 7, Alexandra Depta 5/2, Sarah Herl 2, Franzi Herrmann 1, Denise Krämer 1, Katrin Hoffmann 1, Marion Weick, Nicole Krämer, Sarah Witzgall, Michaela Both und Laura Witzgall,
Zeitstrafen:8:8 min, rote Karte: Michaela Both (56.), Marina Kies (46.), Zuschauer: 100, Schiedsrichter. Heckmann/Müller (Offenbach/Ludwigshafen).
Die zweite Frauenmannschaft gewann ihr Auswärtsspiel bei der HSG Ottweiler/Steinbach deutlich mit 33.13 (13:5).
Für die 64er trafen: Katja Schemmel 11, Kathi Schultheiß 8, Helena Heil 5, Laura Gawehns 4, Katharina Weick 2, Meike Loepp 2, Kathrin Burkart 1.
Die dritte Männermannschaft des SV 64 verlor gegen den Aufstiegsaspiranten TV Birkenfeld mit 22.38 (8:18) und bleiben weiter am Tabellenende hängen. Die SV-Tore erzielten: Klaus Hänisch 5/2, Bernd Gräbel 5, Thorsten Hoffmann 4, Maxi Reisel 3, Nicolaj Petter 2, Patrick Werner 1, Martin Knoll 1 und Matthias Rawer 1.