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Als Spitzenmannschaft von Saulheims Trainer Karl-Peter Kilz angekündigt, blieben die Handball-Männer des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend im Spitzenspiel beim Meisterschaftsfavoriten der Oberliga, der SG Saulheim, diesen Nachweis über weite Strecken der Begegnung schuldig. Am Ende stand es 40:30 (21:15) für die Gastgeber, die damit ohne Mühe zwei weitere Punkte auf der Habenseite verbuchten.
„Das was wir heute hinten gespielt haben, kann ich überhaupt nicht einordnen, das war überhaupt keine Abwehrleistung“, stellte SV-Coach Stefan Bullacher nach dem Spiel enttäuscht fest. Erst in der 23. Spielminute gelang es den SVlern, den ersten gegnerischen Angriff zu verteidigen, zuvor hatten sie quasi bei jedem Saulheimer Angriff „Spalier“ gestanden und ein Gegentor kassiert. 19:9 lautete deshalb zu diesem Zeitpunkt bereits das Zwischenergebnis, und die mitgereisten Fans befürchteten schon, dass heute die 50-Gegentormarke fallen würde. Insbesondere Saulheims Spielmacher Leo Vuletic vermochten die 64er nicht einmal annähernd in seinem Tatendrang einzuengen. Jede 1:1-Situation, die der erfahrene Spielmacher initiierte, sorgte für ein Überzahlverhältnis, was wiederum seine Mitspieler konsequent zu Torerfolgen nutzten. „Ihr verliert gerade jeden Zweikampf, das kann doch nicht sein“, schimpfte Bullacher während seiner Auszeit. Hinzu kam allerdings auch, dass seine Spieler gerade in der Anfangsphase viele freie Würfe „versemmelten“, unter anderem auch zwei Siebenmeter. Spätestens jetzt machte sich das verletzungsbedingte Fehlen von Thommy Sauer bemerkbar. Dabei war das taktische Angriffskonzept der 64er gegen die defensiv ausgerichtete 6:0-Abwehrformation Saulheims durchaus in Ordnung, setzten sie immer wieder ihre Kreisläufer gut in Szene. Entsprechend war dann auch das Siebenmeterverhältnis. Während die 64er hier im ersten Durchgang bereits fünf Siebenmeter zugesprochen bekamen, erhielten die Gastgeber erst in der 41. Minute ihren ersten Strafwurf. Auch das entsprach aber durchaus den jeweiligen Spielsituationen, denn alle Aktionen der Gastgeber in den vorangegangenen Minuten, gingen zielstrebig in Richtung Tor, ohne dass die 64er einmal einen Angriff regelwidrig, geschweige denn überhaupt, verhindert hätten. Dass den 64ern auch in eigener Überzahl relativ wenig gelang, stattdessen die Gastgeber auch in Unterzahl immer wieder unbedrängt einfachste Tore erzielten, war ebenfalls ein Grund dafür, dass die Gastgeber hier souverän gewannen, ohne an ihre eigenen Leistungsgrenzen gehen zu müssen. Im Endeffekt war es so, dass bei den 64ern kein Spieler seine Normalform erreichte, sie ähnlich wie in den vergangenen Jahren auch mit einer hohen Niederlage die Heimreise aus Saulheim antreten mussten. Irgendwie passend zu dem ärgerlichen Spiel war dann noch der Abschluss. Als die 64er um 23.15 Uhr wieder an die Festhalle zurück kamen, war Jan Braunhardts Auto aufgebrochen und seine Papiere gestohlen. Auf einen Blick: SV 64: Philipp Bartel und Nils Kawolus (ab der 12.) im Tor – Klaus-Peter Weinert 7/4, Marian Müller 7, Jonas Denk 5, Florian Noll 3, Jan Braunhardt 2, Dominik Schweizer 2, Andreas Nonnweiler 2, Thorsten Bas 1 und Jan Schmidt 1. Zeitstrafen: 14:6, Siebenmeter: 3/2 – 6/4, Zuschauer: 350, Schiedsrichter: Messemer/Kullmer (Ottersheim).
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