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SV-Handballer gewinnen auch das achte Heimspiel!
Sonntag, den 24. Januar 2010 um 10:15 Uhr
Geschrieben von: Christian Gauf

Den achten Sieg im achten Heimspiel erspielte sich am Samstagabend die erste Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken gegen den Regionalligaabsteiger TV Offenbach. Mit einer konzentrierten und überaus disziplinierten Leistung sorgten die 64er bei den etwa 250 Zuschauern für beste Unterhaltung und gelangten zu einem deutlichen 34:22 (17:12)-Sieg, bewahrten damit ihre weiße Heimspielweste und revanchierten sich auch für die 25:29-Hinspielniederlage.


Die Gäste hatten dabei offensichtlich die Qualität des Zweibrücker Angriffsspiels unterschätzt. Zudem unterliefen ihnen gegen die offensive SV-Abwehrformation auch relativ viele technische Fehler.
Dass die 64er so stark spielen, dass sie von der ersten Minute an das Spiel bestimmen würden, damit war angesichts der Verletzungsproblematik nicht unbedingt zu rechnen. Denn einmal mehr war ihre „etatmäßige“ Angriffsformation wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Dominik Schweizer und Jonas Denk merklich durcheinander gewirbelt.
Während Schweizer noch nicht wieder dabei sein konnte, saß Denk „für Notfälle“, wie es SV-Coach Stefan Bullacher bezeichnete, mit auf der Bank. Dessen Mutter, SV-Physiotherapeuthin Ute Denk, hatte den verletzten Fuß fest „getapt“ und für einen Kurzeinsatz auch „grünes Licht“ gegeben. Weil Marian Müller im Rückraum benötigt wurde, übernahm Thommy Sauer die Kreisläuferposition und Neuzugang Daniel Sorg begann auf Linksaußen. Spielmacher Jan Braunhardt wechselte in den rechten Rückraum und Klaus-Peter Weinert übernahm dessen Spielmacherposition.
Zudem gab SV-Coach Stefan Bullacher dem am vergangenen Samstag überzeugenden Nils Kawolus im Tor den Vorzug, der dann insbesondere gegen den Offenbacher Kreisläufer Thomas Roth hervorragend hielt, alleine neun Versuche vom ersten Wurfkreis entschärfte.
Weil auch die 64er taktisch sehr gut auf die Aufgabe gegen den langjährigen Regionalligisten eingestellt waren, hatten diese personellen Maßnahmen zur Folge, dass die Heimmannschaft von der ersten Minute an das Kommando übernahm, die Offenbacher lediglich beim 3:3 bzw. 4:4 noch einmal zum Ausgleich kommen ließ, ansonsten ihre Führung kontinuierlich ausbaute. Lediglich zwischen der 17. und 23. Spielminute, als die Gäste von 12:7 auf 12:10 verkürzten, wirkten die SVler etwas unkonzentriert. In dieser Phase des Spieles bereitete TVO-Torjäger Dominik Böttche der Bullacher-Truppe einige Probleme, erzielte einen lupenreinen „Hattrick“, traf dabei einmal sogar in eigener Unterzahl. Die erste Auszeit der 64er kam dann genau zum richtigen Zeitpunkt, denn danach lief das Zweibrücker Angriffsspiel wieder rund, setzten sich die 64er zum 17:12-Halbzeitstand ab.
Imponierend war dabei die Art und Weise, wie die 64er die starke Defensive der Gäste, die in der Vorwoche noch „nur“ 18 Gegentreffer gegen Friesenheim 2 zugelassen hatte, regelmäßig „aushebelten“, wie sie nicht nur einfache Kontertore erzielten, sondern auch stark und konsequent über die Kreisposition angriffen. Thommy Sauer, bestens in Szene gesetzt von den Rückraumakteuren der 64er, zeigte hier seinen Instinkt, war am Ende mit 9/2 Toren erfolgreichster SV-Angreifer.

"Wir haben heute sehr gut in der Abwehr gespielt", lobte SV-Coach Stefan Bullacher. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in der Oberliga einmal nur 22 Gegentore bekommen haben". 
Mit derzeit 23:13 Punkten belegen die 64er den dritten Tabellenplatz der Oberliga, wobei das Tabellenbild angesichts einiger noch ausstehender Nachholspiele weiterhin etwas „verzerrt“ dargestellt ist. Die 64er jedenfalls sind am kommenden Wochenende spielfrei, weil sie das Auswärtsspiel in Moselweiß bereits am 10. Januar gespielt haben und können somit ihre diversen Verletzungen auskurieren, um dann am 6.2. in einem weiteren Heimspiel gegen Illtal wieder anzugreifen.
Auf einen Blick:
SV 64 Zweibrücken: Nils Kawolus und Philipp Bartel (bei einem 7m) im Tor – Thommy Sauer 9/2, Jan Braunhardt 7, Marian Müller 6, Klaus-Peter Weinert 5/2, Daniel Sorg 3, Thorsten Bas 1, Lukas Baumgart 1, Florian Noll 1, Jonas Denk 1 und Andy Nonnweiler.
TV Offenbach: Denzer und Henkens im Tor – Böttche 7, Duthweiler 5/1, Scheurer 3/1, Völker 2, Hans 2, Hartstern 2, Roth 1, Gensheimer, Niekun.
Zeitstrafen: 6:8 min, Siebenmeter: 5/4 – 4/2, Zuschauer: 250, Schiedsrichter: Gentes/Franz (Kirkel/Mannheim).

 
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