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Siegesserie der SV-Männer gegen Saulheim gerissen!
Sonntag, den 18. April 2010 um 00:53 Uhr
Geschrieben von: Christian Gauf

Nach 413 Tagen ist die Serie ungeschlagener Heimspiele der SV 64-Handballer in der Ignaz-Roth-Halle gerissen. Die SG Saulheim war am Samstagabend einen Tick – oder anders ausgedrückt – drei Tore besser als die 64er und gewann das absolute Topspiel in der RPS-Oberliga mit 31:34 (14:16).
Damit bleiben die Saulheimer einziger ernstzunehmender Verfolger des Tabellenführers TV Vallendar, der seinerseits am Samstagabend beim 30:30-Unentschieden in Friesenheim einen Punkt abgegeben hatte, andererseits aber mit 42:12 Punkten die Führung in der Oberliga auch behauptete.


Spitzenspiele, noch dazu wenn sie eine gewisse Relevanz für den Aufstieg in die dritte Liga haben, haben aber auch ihre eigenen Gesetze, was auch am Samstagabend augenscheinlich war.
Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Halle vermittelte den Akteuren beider Teams die besondere Atmosphäre.
„Wir haben uns durch eine sensationelle Runde dieses Topspiel einfach verdient“, gab SV-Trainer Stefan Bullacher seinen Spielern mit auf den Weg. Er war allerdings genauso nervös wie seine Spieler – und diese augenscheinliche Nervosität hemmte gerade in der Anfangsphase auch den Spielfluss bei den 64ern. Als dann Thommy Sauer zwei Siebenmeter mit hohem Risiko warf und dabei zweimal unglücklich nur die Latte traf, war der Fehlstart der SVler in dieses Spiel programmiert. Mit 0:3 in der dritten bzw. 2:5 in der achten Minute lagen die 64er schnell zurück. Und obwohl SV-Keeper Philipp Bartel am Samstag überhaupt nicht zu seinem Spiel fand, schafften die SVler anschließend durch eine Viererserie von Marian Müller, Jan Braunhardt, Dominik Schweizer und Thommy Sauer in der 13. Minute die 6:5-Führung. In der 19. Minute kam schließlich Nils Kawolus für den glücklosen Bartel.
Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich allerdings auch ein absolut spannendes Spiel, in dem die routinierten Gäste jedoch immer leichte Vorteile hatten. Beim 13:13 in der 25. Spielminute erzielten die 64er letztmalig den Ausgleichstreffer. Christoph Acker, der schnelle Saulheimer Linksaußen, traf allerdings noch dreimal für die Gäste, die dann auch mit einer 14:16-Führung in die Kabinen gingen.
„Um dieses Spiel zu gewinnen brauchen wir als Mannschaft eine Topleistung“, hatte SV-Trainer Stefan Bullacher schon vor den Spiel gewusst.
Und obwohl seine Mannschaft alles andere als enttäuschte, gelang es ihr nicht, diese überragende Leistung abzurufen. Die 64er spielten zwar durchaus gut mit, es gelang ihnen allerdings nicht mehr, den für die Moral so wichtigen Ausgleichstreffer zu erzielen.
Wäre Marian Müller, der nach seiner längeren Verletzungspause am Samstag ebenso wieder in die Mannschaft zurück kehrte wie Kreisläufer Jonas Denk nach seiner 14-wöchigen Pause, in der 58. Minute der 31:32-Anschlusstreffer geglückt, hätte das Spiel vielleicht sogar nochmal kippen können. Sein Wurf ging allerdings knapp vorbei, so dass es dem Saulheimer Spielmacher Leo Vuletic vergönnt war, dem Spiel in der Schlussphase seinen Stempel aufzudrücken und die beiden letzten Tore zum verdienten 31:34-Auswärtssieg der Gäste zu erzielen.
„Ich bin trotz der Niederlage wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, stolz darauf, dass wir dieses Spiel bzw. diese Tabellenkonstellation überhaupt erreicht haben“, bekannte Bullacher nach dem spannenden und fairen Handballspiel. „Meinen Spielern war die nervliche Anspannung heute allerdings unheimlich anzumerken“. Bestätigt fühlen konnte er sich in seiner Prognose, dass seine Mannschaft dieses Spiel nur gewinnen könnte, wenn ein Großteil der Spieler über sich hinauswachsen würde. Und obwohl die Einsatzbereitschaft und Einstellung hierzu absolut gegeben waren, schafften die Zweibrücker diese Überraschung nicht. Ihnen unterliefen zu viele einfache Fehler, um am Ende gegen diese Topmannschaft gewinnen zu können. .
Auf einen Blick:
SV 64: Philipp Bartel und Nils Kawolus (ab der 19.) im Tor – Thorsten Bas 7/4, Marian Müller 6/1, Thommy Sauer 5, Jan Braunhardt 4, Daniel Sorg 2, Klaus-Peter Weinert 2, Jonas Denk 2, Florian Noll 1, Andy Nonnweiler 1 und Lukas Baumgart.
Torschützen SG Saulheim: Kröhle 8, Venter 7, Rürup 6, Vuletic 5/2, Acker 5, Schuhmacher 2 und Jung 1.
Zeitstrafen: 2:6 min., rote Karte: Gerrit Rürup in der 56. Minute, Siebenmeter: 9/6 – 4:2, Zuschauer: 400, Schiedsrichter: Bentz/Bentz (Eckbachtal / Haßloch).


 

 
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