| SV-Männer verlieren beim Vizemeister |
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Sonntag, den 17. Mai 2009 um 08:09 Uhr
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Geschrieben von: Christian Gauf
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Chancenlos waren am Samstagabend die SV 64-Handballer in ihrem letzten Saisonspiel beim Vizemeister der RPS-Oberliga, SG Saulheim. Am Ende stand es 37:28 (20:13) für die Gastgeber, die einfach mehr in dieses Spiel investierten. Dies war allerdings durchaus der Ausgangslage geschuldet, weil die Gastgeber auf einen Ausrutscher des Tabellenführers VTV Mundenheim hofften und deshalb „von Anfang an Gas gaben“. Diese Hoffnung war allerdings kurz nach der Pause dahin, als sich die Saulheimer „im Fernduell“ beim TV Bad Ems vom 6:10 Halbzeitstand locker absetzten und am Ende mit 17:29 die Meisterschaft einfuhren. In Saulheim waren die 64er bis zur ersten Auszeit von SV-Coach Stefan Bullacher in der 11. Spielminute im Abwehrverhalten viel zu passiv und ließen die körperlich deutlich überlegenen Gastgeber immer wieder völlig unbedrängt zum Abschluss kommen. Mit 11:4 lagen die Saulheimer deshalb zu diesem Zeitpunkt bereits in Front. Die Umstellung auf die defensivere 6:0-Variante (ab der 15. Minute) brachte die 64er dann ins Spiel zurück und durch Andy Birk in der 23. Spielminute zum 14:10-Anschlusstreffer. Eine Strafzeit gegen Klaus-Peter Weinert, fünf Minuten vor der Halbzeit, nutzten die Gastgeber dann allerdings, um durch eine Dreierserie die 18:11-Führung herauszuwerfen und dadurch wieder eine Vorentscheidung herbeizuführen. Beim Stande von 20:13 wurden schließlich die Seiten gewechselt. Eine unglaubliche Abschlussschwäche machte nach dem Seitenwechsel dann alle eventuell noch vorhandenen Ambitionen der 64er zunichte. Sieben Fehlversuche innerhalb von fünf Minuten und das Spiel war eigentlich gelaufen. Mit 25:14 lagen die Saulheimer zu diesem Zeitpunkt in Front, kamen häufig zu einfachen Kontertoren oder profitierten von der „Urgewalt“ ihres Benjamin Venter. „Im Moment verkaufen wir uns absolut unter Wert“, haderte SV-Coach Stefan Bullacher in dieser Phase mit der hohen Fehlerquote seiner Mannschaft. 29:16 war schließlich der deutlichste Rückstand der 64er, und die vor dem Spiel geäußerte Befürchtung Bullachers, dass die 64er den ganzen saulheimer Frust zu spüren bekämen, schien sich zu bewahrheiten. Thommy Sauer, der Zweibrücker Torjäger, der in der fünften Minute seinen 200. Saisontreffer erzielt hatte, saß zu diesem Zeitpunkt bereits mit dickem Knöchel auf der Auswechselbank, konnte seinen 203 Treffern keine weiteren mehr folgen lassen. Seine Mannschaftskameraden zeigten in den zehn Minuten bis zur 51. Spielminute dann aber zumindest Moral und kämpften sich noch einmal bis zum 31:25 heran. Dem Spiel tatsächlich nochmals eine ernsthafte Wende zu geben vermochten sie allerdings nicht mehr, so dass die Partie schließlich mit 37:28, und einem Kempa-Tor Kai Nonnweilers endete. Erfolgreichster SV-Werfer war dabei Torben Rixecker, der neunmal traf und sich damit mit 180 Saisontoren in Richtung Merzig verabschiedete. Frank Junkes, der 38jährige Torwart der SVler, machte seine Sache in seinem letzten Oberligaspiel gut und freute sich nach dem Spiel auf ruhigere Tage, außerhalb des Leistungssports. Die Angriffseffektivität der 64er von deutlich unter 50 % war am Samstagabend allerdings so mies, dass die 64er die elfte Auswärtsniederlage in dieser Saison quittierten und mit 30:30 Punkten als Tabellenachter beendeten. Die meisten Tore, nämlich 960, erzielten die 64er auch in dieser Oberligasaison wieder (gegenüber rekordverdächtigen 1.020 in der letzten Saison), was ja durchaus auch ein Indikator für modernen und schnellen Handball darstellt. Während in der letzten Runde aber 18 Pluspunkte zum Klassenerhalt reichten, benötigten die gefährdeten Teams in diesem Jahr elf mehr, und das wiederum ist Beleg für die hohe nervliche Belastung, der alle Beteiligten in dieser ausgeglichenen Liga in der zurückliegenden Saison ausgesetzt waren. Auf einen Blick: SV 64: Frank Junkes im Tor – Torben Rixecker 9/4, Thommy Sauer 4, Eddi Tarrach 3, Kai Nonnweiler 3, Andreas Birk 3, Jan Braunhardt 2, Lukas Baumgart 2, Andreas Nonnweiler 1, Klaus-Peter Weinert 1. Zeitstrafen 14:12 min, Zuschauer 450, Schiedsrichter: Bergmann / Stein (Bad Ems / Moselweiß).
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